Berührende Momente im Alltag

Gesundheit kommt von Herzen. Mit höchster medizinischer Kompetenz. Durch bestmögliche menschliche Nähe. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die seit 25 Jahren im Team oder 25 Jahre alt sind, erzählen von ihren Erfahrungen und Gefühlen.

Maria Arceli Badillam

Pflegeassistentin in der „Barmherzige Schwestern“-Pflege

"Als ich vor 25 Jahren ins Pflegehaus St. Katharina kam, war ich  erst kurz in Österreich und konnte nur wenige Worte Deutsch. Die Ordensschwestern haben mir sofort ein Gefühl von einem Zuhause gegeben. Abends, nach der Arbeit, halfen sie mir und anderen Kolleginnen, Deutsch zu lernen, und hatten immer Zeit und ein offenes Ohr für unsere Probleme. St. Katharina ist zu meiner zweiten Heimat geworden, ich liebe dieses Haus!"

Sebastian Grüblinger, BSc

Pflegekraft Anästhesie, Barmherzige Schwestern Krankenhaus Ried

"Besonders berührt mich eine Kaiserschnittgeburt. Im OP kümmere ich mich zuerst um die Mutter. Sie bekommt einen Kreuzstich und ist meist recht nervös. Ein gutes Gespräch hilft der werdenden Mutter, ruhiger zu werden. Wenn dann das Baby nach dem Kaiserschnitt den ersten Schrei macht, beginnen die meisten Mütter vor Freude zu weinen. In dieser Situation kann es sein, dass auch mir ein paar Tränen kommen, weil es sehr bewegend ist, dabei zu sein, wenn neues Leben zur Welt kommt."

Sabine Balog, BBSc

Diätologin, St. Josef Krankenhaus Wien

"Berührend finde ich die Dankbarkeit, die man von den Patientinnen und Patienten bekommt. Wir arbeiten viel mit Krebspatienten, die meist sehr glücklich sind, wenn sie nach einer Ernährungsberatung nicht mehr weiter abnehmen. Ein Patient hat einmal gesagt, dass ich ihm damit das Leben gerettet habe."

Prim. Univ.-Prof. Dr. Heinrich Resch

Leiter der II. Medizinischen Abteilung für Innere Medizin, Barmherzige Schwestern Krankenhaus Wien

"Ich habe in diesen 25 Jahren den Weg eines kleinen, charmanten Ordenskrankenhauses in einem Wiener Grätzel zu einem akademischen Lehrkrankenhaus für drei Universitäten miterlebt: MedUni Wien, Sigmund- Freud-Universität und Donau-Universität Krems. Wir konnten in gewissen Sparten der Medizin Maßstäbe setzen und damit Fachklinik werden. Dabei ist es gelungen, den Charme und die Empathie über dieses Vierteljahrhundert aufrechtzuerhalten."

Ass. Dr. Selina Scherler

Innere Medizin 3 – Kardiologie, Ärztin in Ausbildung, Göttlicher Heiland Krankenhaus

"Ich erinnere mich besonders gut an eine Begegnung mit einer Patientin. Sie war etwa 50 Jahre alt, wog maximal 45 kg, wirkte gepflegt und ihre Muttersprache war Kroatisch. Nach meinem Medizinstudium hatte ich sofort viele Diagnosen im Kopf. Aufgrund ihrer allgemeinen Schwäche nahmen wir die Patientin auf. Die Sprachbarriere war groß. Die Vitalparameter waren stabil. Aber große Angst und Unsicherheit standen der Patientin ins Gesicht geschrieben. Wir brachten ihr schließlich das Mittagessen. Als wir nach etwa einer Viertelstunde wiederkamen, war alles aufgegessen und sie lag zufrieden im Bett. Es stellte sich heraus, dass sie unterstandslos und einfach unterernährt war. Das hat mich sehr nachdenklich gemacht und mich wieder einmal daran erinnert, wie gut es mir selbst eigentlich geht und dass vieles im Leben nicht selbstverständlich ist."

 

Max Fuchs, BSc

RT Radiologie, Ordensklinikum Linz

"Bereits während meiner zwei Praktikumswochen fühlte ich mich vom gesamten Team gut aufgenommen. Neben dem breiten Untersuchungsspektrum war für mich vor allem der wertschätzende Umgang zwischen den Kolleginnen und Kollegen und den Patientinnen und Patienten ausschlaggebend, dass ich mich für das Ordensklinikum Barmherzige Schwestern Linz entschieden habe."

Bozena Kedzierska

Pflegefachassistentin A2, Göttlicher Heiland Krankenhaus

"Eigentlich bin ich Hebamme, doch ich begann als Pflegefachassistentin auf einer internen Station. Vor elf Jahren erhielt ich die Diagnose Multiple Sklerose. Das gesamte Team und der damalige Vorstand haben mich von diesem Zeitpunkt an bis heute immer unterstützt. Es berührt mich, dass ich nicht fallen gelassen wurde, sondern mir jeder Mut gemacht und geholfen hat, wo er konnte." 

Johann-Peter Köhn

Geschäftsführer Kulinario Ried

"Aktuell berührt mich der Gedanke, dass im Herbst unsere Ordensschwestern das Krankenhaus verlassen werden. Ich hatte immer viel Kontakt mit ihnen und kann mir noch gar nicht vorstellen, dass sie im Krankenhaus nicht mehr präsent sein werden. Als ich vor 25 Jahren hier zu arbeiten begonnen habe, war der Konvent noch sehr groß, die Ordensschwestern sind mit den Jahren aber immer weniger geworden."

Doris Taurok

Leitende Ergotherapeutin, Orthopädisches Spital Speising

"Mir ist ein zweijähriger Bub noch gut in Erinnerung, der von uns Ergotherapeutinnen nach der Operation betreut worden ist. Leider waren nicht nur seine motorischen Fähigkeiten sehr eingeschränkt, sondern die Vernachlässigung durch die Familie hat auch seine Entwicklung gehemmt. Es war ergreifend, zu sehen, wie er in der Therapie langsam begann, sich zu öffnen, und wie viele Fortschritte er gemacht hat. Durch die Aufmerksamkeit vieler Kolleginnen und Kollegen konnte eine fördernde Lebenssituation für das Kind angebahnt werden."

Magdalena Kunert, BSc

Physiotherapeutin, Göttlicher Heiland Krankenhaus

"Eine Erfahrung, die ich nie vergessen werde, war meine erste therapeutische Begleitung bis zum Tod. Wenn ich einen Patienten mit ALS noch gehend erlebe und er durch die Krankheit immer schwächer wird und schlussendlich daran stirbt, wird mir bewusst, wie viel ich mit meiner Arbeit zum Wohl der Patienten beitragen kann. Ich habe auch gemerkt, wie jede Berufsgruppe zusammengekommen ist und versucht hat, dem Patienten das Bestmögliche in ihrem Bereich zu geben. Diesen Zusammenhalt vergisst man nicht so schnell."

Dipl. KH-BW Theresia Lunzer, MSc, MBA,

Leitung Zentrales Rechnungswesen, Vinzenz Gruppe Service

"In den 25 Jahren in der Vinzenz Gruppe hat mich am stärksten das in mich gesetzte Vertrauen berührt. Schon zu Beginn durfte ich ein neues Buchhaltungsprogramm aufsetzen und die Buchhaltung des Krankenhauses der Barmherzigen Schwestern erledigen, dann die SAP-Einführung und Installation des Verbundes der Vinzenz Gruppe mitgestalten. Diese Erfahrung trägt mich in schwierigen und herausfordernden Zeiten."

Mag. Monika Brugner

Leitung Qualitätsmanagement, Herz-Jesu Krankenhaus

"Seit meinem Eintritt vor 25 Jahren wurden mir im Herz-Jesu Krankenhaus immer wieder Karriereschritte im Einklang mit meiner privaten Situation eröffnet. Heute habe ich die Leitung des Qualitätsmanagements inne. Ich habe hier stets ein angenehmes und familiäres Arbeitsumfeld vorgefunden; einige schöne Freundschaften sind in all den Jahren entstanden. Und ich hatte das große Glück, hier meinen Partner kennenlernen zu dürfen."

Johannes Riedler

Abteilung für Physikalische Medizin und Rehabilitation, Herz-Jesu Krankenhaus

"Als Physiotherapeut im Herz-Jesu Krankenhaus behandle ich Menschen jeden Alters. Seit meiner Kindheit ist es mein Wunsch, anderen dabei zu helfen, mehr Bewegung zu erlangen. In einer Fachklinik für den Bewegungsapparat mit Patientinnen und Patienten zu arbeiten und sie zu behandeln, damit sie mobil werden und am Alltag teilnehmen können, erfüllt mich mit Freude, und ich schöpfe daraus viel Energie.2