Die Corona-Schutzimpfung: Welche Nebenwirkungen und Langzeitfolgen gibt es?

15.03.2021

Schmerzen an der Einstichstelle, Fieber, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schüttelfrost: Die Nebenwirkungen der Corona Schutzimpfung sind hinlänglich bekannt und gut dokumentiert. Sie sind im Allgemeinen schwach bis mäßig und vor allem: vorübergehend. Nach ein bis zwei Tagen klingen die Symptome ab, in dieser Zeit soll man sich schonen und zuhause bleiben. „Die möglichen Nebenwirkungen nach der Impfung sind eine Immunantwort des Körpers und zeigen, dass der Organismus auf den Wirkstoff anspricht. Das ist durchaus positiv. Um die Nebenwirkungen abzuschwächen, können fiebersenkende Mittel beispielsweise mit dem Wirkstoff Paracetamol eingenommen werden“, erklärt Dr. Brigitte Erlacher, Leitung Qualitätsmanagement und Medizincontrolling der Vinzenz Gruppe.

Und was ist mit den viel diskutierten „Langzeitfolgen“?  Manche wollen sich nicht gegen Corona impfen lassen, weil sie Spätfolgen fürchten, die es so nicht gibt. Experten geben immer wieder Entwarnung: Bei Impfungen sind generell keine Langzeit-Nebenwirkungen bekannt. Die meisten Nebenwirkungen von Impfungen treten innerhalb weniger Stunden oder Tage auf, in sehr seltenen Fällen erst nach Wochen.

Langzeitfolgen sind nicht gleich Nebenwirkungen

Der richtige Gebrauch der Begriffe ist dabei wichtig. Wenn Mediziner von Langzeitfolgen sprechen sind keine Nebenwirkungen gemeint, die erst sehr lange nach Impfung auftreten. Gemeint sind vielmehr sehr seltene Nebenwirkungen. Petra Falb, Gutachterin für Impfstoffe von der AGES Medizinmarktaufsicht, erklärt es auf ihrem privaten Blog in einfachen Worten: „Impfstoffe haben eine gänzlich andere Wirkungsweise als die klassischen Pharmazeutika wie Antibiotika, Psychopharmaka, Wundsalben, Blutdrucksenker, Fieberzäpfchen oder Schmerztabletten. Pharmazeutika haben eine sogenannte ‚Pharmakokinetik‘. Darunter versteht man den Weg des Arzneimittels durch den Organismus. Man hat zu verschiedenen Zeitpunkten verschiedene Konzentrationen davon im Körper. Sie können sich bei längerer Therapie anreichern, werden abgebaut, werden in der Leber metabolisiert oder über die Nieren ausgeschieden. Ein Impfstoff hat keine „Pharmakokinetik“, da hier nichts verstoffwechselt wird. Es gibt hier nur eine sogenannte ‚Pharmakodynamik‘. Darunter versteht man die Wirkung, die ein Arzneimittel im Körper auslöst – in diesem Fall eine immunologische Reaktion.“

Übrigens: Die Gewährleistung der Sicherheit von Impfstoffen ist ein ständiger Prozess. Hier müssen jeweils alle neuen Produktionschargen getestet und freigegeben werden.

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