Hebamme

Jährlich kommen in Österreich an die 80.000 Kinder zur Welt. Hebammen erfüllen dabei mit viel Einfühlungsvermögen und Professionalität eine sehr verantwortungsvolle Rolle. Sie beraten über grundlegende Methoden der Familienplanung, unterstützen werdende Mütter und Väter vor und in der Schwangerschaft, begleiten sie während der Geburt und betreuen Mütter im Wochenbett, also vier bis sechs Wochen nach der Geburt sowie bei Bedarf auch darüber hinaus.

Viele Menschen erleben den Kontakt zur Hebamme in einer intensiven Zeit voller Veränderungen und profitieren daher ganz besonders von ihrer Professionalität und Empathie. Gerade während einer Schwangerschaft, unmittelbar vor und nach einer Geburt sind Eltern oft mit sehr widersprüchlichen Informationen konfrontiert. Sie suchen nach einfühlsamer Beratung und kompetenter Unterstützung und nehmen diese gerne und dankbar an.

Wichtig für die werdenden Eltern ist das Wissen der Hebamme über die verschiedenen Möglichkeiten der Geburtsvorbereitung, der Geburt sowie über die ersten Monate mit dem Neugeborenen. Darüber hinaus gehen Hebammen auf alle Themen ein, die sich während einer Schwangerschaft und nach der Geburt ergeben. Der Bogen reicht von der Ernährung über die Entwicklung und Frühförderung bis zur Hygiene, zum Umgang mit Krankheiten und zur Beziehung zwischen Mutter, Vater und Ki

Tätigkeitsfelder

Hebammen informieren über Schwangerschafts- und Geburtsverlauf und beraten bei allen in diesem Zusammenhang auftauchenden Fragen. Angeboten werden vielfach auch Geburtsvorbereitungskurse, Informationsstunden für werdende Eltern, Schwangerengymnastik, Gruppen für spezielle Yoga- und Atmungstechniken oder etwa Stillberatung.

Hebammen assistieren bei Operationen zur Geburtshilfe, wie etwa einem Kaiserschnitt, und bei besonderen Behandlungen an Neugeborenen.

Hebammen nehmen die persönlichen Daten der Schwangeren auf, kontrollieren Herztöne, Lage und Größe des Kindes mithilfe von Ultraschallmessungen und tragen diese Daten in den Mutter-Kind-Pass ein. Die Beratung über richtige Hygiene, gute Ernährung und gesunde Lebensweise während der Schwangerschaft sowie über soziale Hilfeleistungen für werdende Mütter und Familien zählt ebenfalls zu den Aufgaben als Hebamme. Hebammen betreuen, begleiten und unterstützen die Gebärende sowie den Vater während der Geburt und überwachen den Gesundheitszustand von Mutter und Kind.

Arbeitsorte

Hebammen sind vor allem in Spitälern, Gemeinschaftspraxen und Mutter-Eltern-Beratungsstellen tätig. Frei praktizierende Hebammen unterstützen bei Hausgeburten oder ambulanten Geburten in Krankenhäusern und in der Zeit danach. 

Im Team

Hebammen arbeiten im Spital und auch im niedergelassenen Bereich eng mit medizinischen und pflegerischen Berufen zusammen. Kooperationen gibt es zudem mit Berufesbereichen wie Ergo- und Physiotherapie, Logopädie und Diätologie.

Die Ausbildung

Die Ausbildung zur Hebamme dauert drei Jahre und erfolgt (nach Matura oder Studienberechtigungsprüfung) durch ein Bachelor-Studium an einer Fachhochschule. Zusätzliche Qualifikationen sind für leitende Positionen sowie für Lehrtätigkeit möglich.


"Jede Geburt ist ein kleines Wunder und es ist schön, bei diesem großen Ereignis dabei sein zu dürfen. Meine Aufgabe dabei ist es, die Frau zu unterstützen und gemeinsam mit den Ärztinnen und Ärzten Sicherheit von Anfang an zu gewährleisten."

Sieglinde Hurnaus ist Hebamme am Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Ried.


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