HIPEC-Therapie (hypertherme intraperitoneale Chemoperfusion)

Nur hochspezialisierte Zentren für Tumorerkrankungen können das aufwendige Verfahren einer ausgedehnten chirurgischen Operation mit anschließender HIPEC durchführen. Wichtig sind eine optimale fachliche und strukturelle Qualifikation der Klinik. Das Ordensklinikum Linz Barmherzige Schwestern führt als Onkologisches Leitspital diese komplexe Methode durch.

Bei der HIPEC-Therapie wird die Chemotherapie nach der operativen Entfernung des Tumors über Schläuche direkt in den Bauchraum eingebracht, wo sie bis zu eineinhalb Stunden bei 42 Grad zirkuliert. Aufgewärmt und in der Zirkulation gehalten wird sie durch hochspezialisierte Pumpensysteme. Durch die lokale, direkte Verabreichung können höhere ZytostatikaKonzentrationen zugeführt werden als bei der Gabe über die Vene, außerdem verstärkt die Wärme den Wirkungsgrad der Chemotherapie. Der im Zielgewebe, dem Tumor, erreichteWirkstoffspiegel ist wesentlich höher, gleichzeitig können die Nebenwirkungen reduziert werden.Eingesetzt wird dieses Verfahren, wenn es im Verlauf einer Tumorerkrankung zu einerAussaat von Tochtergeschwülsten in die Bauchhöhle bzw. zu einem Befall des Bauchfellsgekommen ist. Die hypertherme Tumorbehandlung hat den Vorteil, dass Tumorzellen generell sehr empfindlich auf Hitze reagieren und somit Tumorzellen zerstört werden.